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Turkmenistan und seine Energieträger

Die Seidenstrasse des 21.Jahrhunderts

Zwei neue Gas-Pipelines von Turkmenistan nach China und Iran, wie auch der riesige TAPI-Projekt (Turkmenistan-Afganistan-Pakistan-Indien) haben einen modernen Analog der alten  Seidenstraße wieder belebt und haben erlaubt, die Versorgung mit den turkmenischen Energieressourcen zu den Weltmärkten zu diversifizieren.

Präsident bei Uno

Turkmenistan besitzt einer der reichsten Öl- und Gasvorkommen der Welt. Nach Einschätzung von internationalen und nationalen Experten sind seine Ressourcen - 20,8 Milliarden Tonnen Erdöl und 24,6 Trillionen Kubikmeter Erdgas. In einer Übereinstimmung mit dem Nationalprogramm der sozial-ökonomischen Entwicklung Turkmenistans bis 2030 ist es geplant, die jährliche Produktion von Erdgas auf 250 Milliarden Kubikmeter zu bringen und die Produktion von Erdöl - auf 110 Millionen Tonnen zu erhöhen.

In der Entwicklung des Brennstoff- und Energie Komplexes des Landes legt man besonders großen Wert auf die Zusammenrabeit mit den ausländischen Partnern. In den kommenden Jahren sind große Inverstitionen in die Erschließung neuer Lagerstätte im Meer und am Land, in die Entwicklung der verarbeitenden Industrie und in die Infrastrukturprojekte vorgesehen.

Am 14.Dezember 2009 auf dem Feld in der Nähe der turkmenisch-usbekischen Grenze in Samandep kam es zu einem gigantischen Wendepunkt – es wurde die Gas-Pipeline Turkmenistan-China eröffnet. Die Teilnahme an diesem Ereignis der Präsidenten der vier Staaten von Turkmenistan, Kasachstan, China und Usbekistan haben diese Zeremonie zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht.

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Die transnationale Gas-Pipeline beeindruckt durch ihre Größe und erstreckt sich auf dem Staatsgebiet von Turkmenistan  - auf 185 km, von Usbekistan -  auf 490 km, von Kasachstan - auf mehr als 1.300 km und von China – auf mehr als 4.500 km.

Die Gas Arterie mit einer Gesamtlänge von rund 7.000 km wurde in einer Rekordzeit von weniger als drei Jahren gelegt. Durch diese Arterie wird jedes Jahr nach China das turkmenische Erdgas in dem Umfang von 30 bis 40 Milliarden Kubikmeter im Laufe von 30 Jahren geliefert.

Ein weiteres bedeutendes Ereignis war die Eröffnung der zweiten Gas-Pipeline aus Turkmenistan nach Iran. Die offizielle Zeremonie der Eröffnung der Pipeline-Trasse  - Dovletabat-Sarakhs-Hangeran fand in der Anwesenheit von zwei Präsidenten, Turkmenistans und Irans, Gurbanguly Berdymukhamedov und Mahmoud Ahmadinejad, Anfang Januar 2010 statt.


Die Gas-Pipeline ist über 30 km lang und fängt an bei dem turkmenischen Feld Dovletabat, das im süd-östlichen Teil von Turkmenistan liegt. Durch die turkmenisch-iranische Pipeline werden am Anfang 6 Milliarden Kubikmeter Erdgas geliefert. Zusammen mit der 1997 angelegten turkmenisch-iranischen Pipeline - Korpeje Kurtkui (im südwestlichen Teil von Turkmenistan) wird das Volumen der Gaslieferungen nach Iran 14 Milliarden Kubikmeter pro Jahr betragen. Nach dem Erreichen der vollen Kapazität von zwei Pipelines werden 20 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr nach Iran geliefert.

Pipeline

Ende Mai 2010 gab Präsident Gurbanguly Berdymukhamedov den Start für den Aufbau der Gas-Pipeline „Ost-West“ mit einer Kapazität von 30 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Die Pipeline „Ost-West“ wird den östlichen Teil Turkmenistans, wo die größten Erdgasreserve gelagert sind, mit den rasch entwickelten Grenzregionen des Landes verbinden, um zusätzliche Chancen für eine weitere Diversifizierung der Gas-Exporte zu den wichtigen internationalen Märkten zu gewährleisten.

Mitte Dezember 2010 kam es in der turkmenischen Hauptstadt zu einem bemerkenswerten und wahrhaft historischem Ereignis, das eine weitere überzeugende Bestätigung für den Erfolg der Politik des Landes bedeutet. Es wurde der Grundstein für die Realisierung des riesigen Projekts gelegt: Bau der transnationalen Gas-Pipeline Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Indien –TAPI. Es ist sehr symbolisch, dass dieses wichtiges Ereignis am Vorabend des Jubiläums, des 15.Jahrestags der Neutralität am 12.Dezember stattgefunden hat.

All das bedeutet, dass, trotz der globalen Finanzkrise, diese riesigen Projekte nicht „eingefroren" wurden. Ihre Umsetzung bedeutet eine neue Phase der verstärkten regionalen Zusammenarbeit und festigt damit die Position von Turkmenistan im globalen Energiesystem der Welt.

Quelle: Turkmenistan State News Agency und Magazin „GALKYNYSH“ (Turkmenistan-Österreich) Nr.2/Juni 2010

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