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Himmelspferde Achal-Tekkiner - Flügel des turkmenischen Volkes

Achal Teke Pferd

Seit jeher symbolisierte das Pferd Kraft, Schönheit, Anmut und Verläßlichkeit. Zu der Zeit, als sich die Menschen den Pferden annäherten, war es eine Notwendigkeit, dass ihre Götter und Helden voller Stolz auf ganz besonderen Pferden ritten.

Vor etwa 6.000 Jahren hat sich in den zentralasiatischen Steppengebieten eine Pferdegattung entwickelt, deren Statur und Reinrassigkeit von der Zeit unberührt geblieben sind. Sicher sind diese Pferde die unmittelbaren Vorfahren des turkmenischen Achal-Teke-Pferdes gewesen.

Ihre Spezies ist leicht erkennbar, denn dieser Typ Pferd besitzt einen eleganten, langlinigen Körperbau, ist besonnen und mutig, verfügt über ausgeprägte Intelligenz und Ausdauer und ist darüber hinaus loyal und fühlt sich den Menschen sehr nahe.

Im antiken China, lange noch bevor die westliche Welt ihren Aufstieg nahm, nannte man sie «Himmelspferde», griechische Historiker wussten, dass auf ihre Standhaftigkeit während der Schlachten Verlass war.

Zuhause waren die Achal-Tekkiner – lange bevor Landkarten nationale Grenzen bestimmten – in den öden Gegenden, Steppen und Wüsten, die sich heute mit Turkmenistan und dem Nordirak decken.

In dieser Gegend befindet sich die größte Zahl an genetisch reinrassigen Achal-Tekkinern. Weltweit gibt es zwischen drei bis viertausend. Dieses Pferd wurde in erster Linie wegen seiner Qualitäten als schnelles und ausdauerndes Kavalleriepferd gezüchtet.

Die Unterjochung des unabhängigen turkmenischen Fürstentums in den Jahren 1880 durch das russische Reich und ein halbes Jahrhundert später durch die Etablierung der Sowjetherrschaft bedrohte die Existenz der Achal-Tekkiner ernstlich.

Das zaristische Russland verbat Raubzüge und Stammeskriege, womit diesen Pferden die Existenzberechtigung geraubt wurde. Andererseits legten private Pferdeliebhaber während dieser beiden Regime den Grundstein für ein nach modernen Begriffen achtbares und seriöses Zuchtbuch, indem sie die nötige Disziplin, Verwaltung und Wissenschaft miteinbezogen.

Die mündliche Überlieferung von Vater zu Sohn, von Generation zu Generation nahm 1912 ihr Ende. Sie wurde durch ein gut dokumentiertes, durch wissenschaftliche Forschung untermauertes Zuchtregister ersetzt. Dies gibt Einblick in die Stammbäume der Zucht gründenden Achal-Tekkiner und ihrer Nachkommenschaft, und bestimmt die geforderten Grundlinien in Statur und Leistung

Achal-Tekkiner werden aus etwa 18 Zuchtstämmen gezüchtet. In Anbetracht des relativ kleinen Bestandes an Zuchtstuten wird unvermeidliche Inzucht auf ein Minimum reduziert, wenn das Wissen um die einzelen Kategorien beachtet wird.

.http://www.turkmenistan-kultur.at/images/20-jahrestag/P-f-e-r-d-e.jpgTrotz der Unterschiede in den Zuchtstämmen hebt sich der Achal-Tekkiner deutlich in seiner Statur von anderen Zuchtpferden ab. Er besitzt einen langen Rücken, ist hochbeinig und erreicht zwischen   154 cm und 164 cm Höhe. Sein fein geschnittener, mit intelligenten, mandelförmigen Augen versehener Kopf sitzt auf einem langen, hochgetragenen Nacken.

Durch ihre leichte und flache Gangart, getragen durch eine starke Hinterhand, sind diese Pferde sehr angenehm zu reiten, sie prädestinieren eine Vielzahl von Sportarten: Dressur- und Springreiten, ebenso wie Ausdauer- und vor allem Vielseitigkeitsreiten. Bei den Olympischen Spielen in Rom 1960 gewann der Achal-Tekkiner-Hengst «Absent» die Goldmedallie für Dressurreiten. In späteren Spielen gewann er noch Bronze- und Silbermedallien, was vor oder nach ihm kein anderes Pferd geschafft hat.

.http://www.turkmenistan-kultur.at/images/praesentation/23.jpgAchal-Tekkiner haben trockene Beine und harte Hufe, verfügen über eine außergewöhnliche Ausdauer und erholen sich schnell von intensivem Training.

Ein besonderes Merkmal ist, unabhängig von ihrer Grundfarbe, der goldmetallene Glanz ihres Fells. Dies ist auf den extrem kleinen Nukleus zurückzuführen, der dem Haarmarkkanal, dem glasigen Material, das den Nukleus umschließt, mehr Raum und so seine Kristalle mehr scheinen lässt. Die (Uni-) Farbskala dieser Zucht ist weitgefächert, ebenso ist das Schimmern des Fels eine weitverbreitete Eigenschaft.

In ihrem Wesen stehen Achal-Tekkiner dem Menschen sehr nahe und tendieren dazu «Einmannpferde» zu sein. Ihre ausgeprägte Intelligenz ist für Dresseur und Training ein entscheidender Faktor.

Jedoch verzeihen sie nicht eine  grobe oder unfaire Behandlung. In der Regel entwickeln Achal-Tekkiner eine sehr innige Verbindung zu ihrem Reiter und werden ein Leben lang zu loyalen Freunden. Wenn zu Kriegszeiten ein Pferd reiterlos wieder zurück ins Lager kam, wusste  der Stamm, dass der Reiter tot war, denn ein Achal-Tekkiner würde seinen verwundeten Herren nie alleine auf dem Feld lassen.

Turkmenen lieben ihre Himmelsphttp://www.turkmenistan-kultur.at/images/20-jahrestag/p-f-e-r-d.jpgferde über alles. Heute wird in Turkmenistan sehr viel gemacht, um das Überleben dieser wertvollen und seltenen Rasse der "Paradiespferde" zu sichern und damit dieses so wertvolles Denkmal des turkmenischen Nomadentums für zukünftige Generationen zu erhalten.

Daher ist es auch kein Zufall, dass ein Achal-Teke-Pferd auf dem Staatswappen Turkmenistans abgebildet ist.

 Quelle: Wikipedia

Russische Flage Wappen Turkmenistan Staatsfahne Turkmenistan
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